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02.03.2017

Der TU-Sport trauert um Eddi Neuberg-Winkler

Völlig unerwartet und aus dem vollen Lauf des Lebens gerissen ist Eddi Neuberg-Winkler am 25.02.2017 im Alter von 71 Jahren gestorben.

Nach einer Fachlehrerausbildung für Sport in München hat er am 16. April 1969 im damaligen Institut für Leibeserziehung an der TU Berlin angefangen. Gemeinsam mit Armin Kuhlmann, Sven Güldenpfennig und Reinhard Daugsch gehörte er 1977 zu den Gründungsvätern der heutigen Zentraleinrichtung Hochschulsport. 41 Jahre hat er den TU-Sport ideenreich und leidenschaftlich geprägt und mitgestaltet, als Sportartenverantwortlicher und später auch als stellvertretender Leiter.

Eddi war durch und durch Sportler. Kaum eine Sportart war vor ihm sicher: Die Palette der eigenen Sportpraxis reichte von Turnen über Volleyball, Skifahren, Paddeln, Wildwasser bis hin zu Standard/Latein. Selbst das Alter und damit verbundene körperliche Einschränkungen konnten seiner Bewegungsfreude und seinem Tatendrang keinen Abbruch tun. Und so überrascht es nicht wirklich, dass er im Laufe der Jahrzehnte für fast jede der im Hochschulsport der TU angebotenen Sportarten und Bewegungsrichtungen einmal verantwortlich war.

Zum Sportler gesellte sich der Sportlehrer. Eddi hat leidenschaftlich gerne unterrichtet, ob groß oder klein, Anfänger/innen oder Fortgeschrittene, Frauen oder Männer, Menschen mit und ohne Handicaps. Seine Begeisterung für Sport und Bewegung war ansteckend, seine Vermittlung ideenreich und kompetent.

Er war wissenschaftlich interessiert und hat über viele Jahre sowohl im Hochschulsport als auch parallel dazu wissenschaftlich gearbeitet. Dazu gehörten z.B. Lehraufträge im Rahmen der Sportwissenschaft an der FU Berlin, die Auseinandersetzung mit der Sensomotorik, darauf aufbauend die Entwicklung der Lehr-/Lernprogramme im Schwimmen und Skifahren und die Veröffentlichung eines eigenen Buches zum Lehren und Lernen im Volleyball.

Er war ein Impulsgeber mit einer ausgeprägten Offenheit für Neues, hat immer wieder innovative Ideen eingebracht und sie auch umgesetzt. So geht maßgeblich auf ihn das inzwischen so selbstverständliche, erweiterte Sport- und Bewegungsverständnis des TU-Sports zurück, das neben den traditionellen Sportarten unter anderem Gesundheitsorientierte Angebote, Tanz und Theater in das Hochschulsportprogramm einbezieht – was auch bundesweit eine viel beachtete Signalwirkung hatte. Last but not least war er immer bereit zu lernen, wozu auch gehörte, dass er sich mit veränderten Rahmenbedingungen für den TU-Sport aktiv auseinandergesetzt und sie in sein Denken und Handeln einbezogen hat.

Sein Engagement für den Hochschulsport ging weit über das sog. normale Maß hinaus. Denn Eddi hat sich nicht nur für den Hochschulsport engagiert. Er hat Sport und Hochschulsport gelebt und verkörpert.

Als Persönlichkeit war er ein Kommunikator von Herzen, ein begnadeter Netzwerker, fair und kollegial, immer da, wenn Hilfe gebraucht wurde, für jeden Spaß zu haben und ein unerschöpflicher, unverwüstlicher Optimist. Er war allen ein Kollege, manchen ein Freund und immer jemand, der für berufliche und persönliche Gespräche offen war.

Wir alle vom Team des TU-Sports sagen auf diesem Weg noch einmal „danke, Eddi“ - für deine Hochschulsport-Begeisterung, deine vielen Ideen, deine Herzensoffenheit und deinen unerschütterlichen Glauben daran „alles wird gut“.

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