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Dokumentation des kontroversen ARD-Interviews mit Timo Benitz

Reporter: Timo Benitz, Sie sind normalerweise bekannt für Ihre Spurtstärke. Wie schwer war es denn heute nach diesem Rennen, die ersten drei da vorne noch einzu..., noch einzusprinten?

Timo: Ah. Ich bin eigentlich gut drauf. Ah. Hab ein paar Fehler gemacht. Dass ich wieder in Sturzangelegenheiten verwickelt war. Das kostet fünf, sechs Meter. Ah. Ja, hintenraus war ich eigentlich gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich auf manche Läufer da vorn noch ein paar Meter zulaufen musste nach diesem Sturzgerangel. Hab heute gar kein Glück gehabt mit meinen Aktionen, nach vorn zu kommen. Ah. Wurde immer abgedrängt. Nie ging die Lücke da auf, wo ich sie gern gebraucht hätte. Ah. Eigentlich bin ich da treffsicher unter den Dritten. Der vierte Platz ist unnötig

Reporter: Ist das ein bisschen spooky, dass der Ingebrigtsen sich da langlegt neben Ihnen und dann auf einmal wieder an Ihnen vorbeizieht (vielsagendes – wenn nicht aufforderndes Lächeln des Reporters)?

 

Timo: Ja, das ist ein 3:30-Mann... - (Der Reporter lacht ihn weiter, leicht mit dem Kopf nickend an) – Ich könnte jetzt vielleicht eine Erklärung abgeben. Die will aber glaub´ keiner im Fernsehen hören, aber – es ist schon krass, wenn man sieht, dass man wirklich extrem hart trainiert; Jeden Tag..., oft zweimal – und ah – ja, der Kerl läuft einfach dann so an einem vorbei. Macht einen als Leistungssportler schon n´bisschen sprachlos.

Reporter (jetzt endlich wieder mit ernsthafter Stimme): Ist die Erklärung so lang oder so skeptisch oder so kritisch?

Timo: Alles – (lacht, dann leiser:) vielleicht... (lacht, wendet dann den Blick vom Reporter ab)

Reporter: Dann lassen wir´s an der Stelle so stehen. Also – fröhliches Zittern! Ist gar nicht so fröhlich, ne?

Timo nickt kurz, blickt weg, bückt sich leicht nach unten. Der Reporter hält noch einmal das Mikrofon hin – Timo ignoriert dies und geht ab.